Kinder bestehen von Natur aus zu 99 Prozent aus Neugierde und Lernbegeisterung. Sie sind durch und durch darauf angelegt, neue Erfahrungen zu machen, Kompetenzen zu erwerben und ihre Lebenswelt in möglichst vielen Facetten zu begreifen. Im Kleinkindalter entfaltet sich dieser Antrieb in unübersehbarer Weise, während er mit dem Schuleintritt langsam zu erlahmen oder zu versiegen scheint. Unter günstigen Verhältnissen bleibt Kindern die urwüchsige Neugierde jedoch erhalten und sie erleben die schulische Umgebung mehr als Anregung denn als Belastung. – Lesen Sie unten, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Stabiles Beziehungsgefüge

Fraglos hat das familiäre Beziehungsgefüge einen großen Einfluss darauf, wie gut sich Kinder auf die schulischen Anforderungen konzentrieren können. Eine entscheidende Rolle spielt darüber hinaus die Qualität der außerfamiliären, schulischen Beziehungen. In der Schule machen Kinder erstmals die Erfahrung, dass sich bislang gänzlich fremde Menschen intensiv mit ihnen befassen. Das geschieht nicht zufällig zu dem Zeitpunkt, in dem sie emotional und kognitiv dazu auch bereit und in der Lage sind.

Sie verknüpfen dabei die Lernfächer in weit größerem Ausmaß mit den zugehörigen Personen, als das den meisten Lehrern bewusst ist. Dabei eröffnet sich ihnen neue Perspektiven, die sich ihnen in der Familie bislang so noch nicht geboten haben. Je klarer und vielschichtiger die Beziehung zu den Lehrern ausfällt, desto mehr nehmen die Schüler vom jeweiligen Fach mit. Wichtig ist dabei zum einen, dass die Lehrer ihre Schüler über hinreichend lange Zeiträume hinweg begleiten. Zum anderen müssen die Pädagogen sich im Handwerk der „Beziehungsarbeit“ sicher bewegen, um beispielsweise nicht den Fehler zu großer bzw. einer qualitativ verfehlten Nähe oder einer zu großen emotionalen Distanz zum Kind zu begehen.

Viel Kontakt zu Gleichaltrigen

Den größten Teil ihres Lebens werden heutige Kinder mit Gleichaltrigen verbringen – und sich mit denen auch arrangieren müssen. Um sich darin zu üben, ist für sie der Kontakt mit anderen Kindern und Jugendlichen unerlässlich. Es wäre jedoch ein Fehler, die in der Schule verbrachte Zeit als Zeitfenster für solche Begegnungen zu verstehen. Der Tagesablauf ist an den meisten Schulen heute viel zu dicht gepackt und von äußeren Vorgaben bestimmt, als dass es zu Begegnungen in dem Sinne kommen könnte. Auf Ganztagsschulen verschärft sich das Problem eher, weil dort noch weniger Zeit für persönliche Begegnungen und Betätigungen ohne Schulbezug bleibt.

Wertschätzung und Anerkennung

Ob einem Menschen echte Wertschätzung und Anerkennung entgegen gebracht wird, bestimmt ganz erheblich darüber, in welchem Ausmaß er seine Anlagen auszuschöpfen vermag oder ob er unter seinen Möglichkeiten bleibt. Insofern lohnt die Suche nach einem Umfeld, das Entwicklung zu befördern vermag, indem es klug mit diesem seelischen Wachstumsbeschleuniger umzugehen vermag.

Individualisierte Unterrichtsgestaltung

Bayerische Schulen praktizieren überwiegend die Methode der sieben Gs: Der gleiche Lehrer unterrichtet gleichaltrige Schüler im gleichen Tempo mit dem gleichen Material im gleichen Raum mit den gleichen Methoden und mit der gleichen Zielsetzung. Weil nun aber kein Kind dem anderen gleicht und Unterschiedlichkeit eher die Regel ist als die Ausnahme, wird das den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht. Der Unterricht entwickelt sich ganz eindeutig in Richtung einer Individualisierung, es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis geeignete Methoden zum Standardrepertoire der Lehrer gehören. In der Übergangszeit ist es wichtig, die Kinder immer wieder darauf hinzuweisen, dass sie so wie sie sind, genau richtig sind. Wenn sie dadurch Schwierigkeiten erleiden, dass ihr Lerntempo vom Durchschnitt abweicht, dann liegt die Verantwortung dafür nicht bei Ihnen, sondern sie ist der Institution zuzuordnen. Die Bildungsforschung formuliert diese Erkenntnis in aller Deutlichkeit und stellt auch die Mittel zur Verfügung, um den Unterricht entsprechend zu gestalten.

Wenn es an diesen Voraussetzungen mangelt, …

… dann erhalten Sie von uns Unterstützung! Die Eins-zu-eins-Situation des Nachhilfeunterrichts im Hauslehrer-Setting ermöglicht es dem Lehrer, diese Punkte viel leichter umzusetzen, als das im schulischen Unterricht vor einer großen Klasse möglich ist. Gleichzeitig wirkt jede einzelne Unterrichtseinheit deutlich intensiver und hinterlässt nachhaltigere Spuren.

 

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